Endlich wieder Lager!

Nach der langen Corona-Pause war es uns endlich wieder möglich, ein Stammeslager zu veranstalten. Mit neunundzwanzig Truppkindern aus den vier Stufen ging es am dritten August für zehn Tage nach Hinterweidenthal. Die Stimmung der Teilnehmer und Leiter war trotz der Maskenpflicht im Zug während der Anfahrt bereits wunderbar. Als wir aber in Hinterweidenthal angekommen die Masken absetzen und die Landluft schnuppern durften wurde sie nur umso besser. Vom Bahnhof aus wanderten wir noch etwa vier Kilometer durch den Wald, um schließlich unseren Zeltplatz zu erreichen.

 

Der Jungenzeltplatz Hinterweidenthal liegt mitten im Wald, etwas abgeschieden von der Zivilisation. Für ein Pfadfinderlager gibt es kaum etwas besseres. Gerade nach der langen Zwangspause war es gut, endlich wieder richtig in die Natur zu kommen. Trotzdem verfügt der sehr große Platz über eine sehr gute Infrastruktur, mit sowohl Strom als auch Trinkwasseranschluss. Die Toiletten sind in einem Bauwagen oben an dem Hang untergebracht, an welchem sich der Zeltplatz befindet. Am Fuß des Zeltplatzes gibt es darüber hinaus eine weitere Wasserstelle etwas abgelegen zwischen den Bäumen. Eine Dusche gibt es dort nicht, aber als findige Pfadfinder wurde gemeinsam eine hervorragende Walddusche an dieser unteren Wasserstelle errichtet.

Zusätzlich zum Bau der Dusche durften die Teilnehmenden sich in den ersten Tagen bei verscheidenen Spielen und Workshops austoben. Egal ob Kennenlernspiele, Kerzen gießen, Halstuchknoten oder Lacrosse-Schläger basteln, die Kinder waren mit vollem Elan dabei. Neben dem Truppübergreifenden Programm gab es auch zwei Tage, an welchen die verscheidenen Stufen getrennt voneinander Programm gemacht haben. Beispielsweise sind die Wölflinge zusammen auf einen großen Spielplatz in der nähe gewandert, wohingegen die Pfadfinderstufe sich hat aussetzen lassen, um selbstständig auf den Zeltplatz zurück zu finden. Für die Stufen war dies als eine letzte große Truppaktion vorgesehen, da sich die Gruppen mit der bevorstehenden Übergabe danach neu mischen würden.

Als Einstieg in die Übergabe gab es am Samstagabend eine kleine Wanderung in der Abenddämmerung, nach welcher wir alle zum nahen Bach hinuntergeleitet wurden. Dort wurden alle Teilnehmer feierlich über den Fluss von ihrer alten Stufe in die Nächste übergeben. Aufgrund der langen Lagerpause wurden dieses Jahr sehr viele Kinder übergeben. Anschließend ging es zurück ans Lagerfeuer, wo der Abend zu einer warmen Tasse Tschai noch gemeinsam ausgeklungen wurde.

Am nächsten morgen trafen wir uns zusammen zu einem spirituellen Impuls, bei welchem es um die Wünschen und Erwartungen ging, mit welchen sich Pfadfinder auseinandersetzen. Anschließend verabschiedeten wir uns von den Wölflingen. Für unsere jüngsten war dies das erste richtig große Lager. Erfüllt mit tollen Erinnerungen und neuen Erfahrungen trat die Wölflingsstufe am Sonntagmittag die Heimreise an.

Für alle anderen ging es am nächsten morgen früh los, denn über nacht hatte ein Geist besitz von einem der Leiter ergriffen. Um diesen Geist wieder los zu werden galt es eine lange Wanderung zu unternehmen, bei welcher die kinder verschiedene Zutatne für ein magisches Ritual sammeln sollten. So machten sich die Teilnehmer, geleitet vond er frischgebackenen Roverstufe, auf den Haik auf. Zwei Tage voller Abenteuer und Spannung lang wanderten drei tapfere Gruppen durch die umliegenden Wälder, immer auf der Suche nach weiteren Zutaten, und ab und an dem Weg.Am nächsten Abend kehrten sie dann alle siegreich zurück und konnten den Geist erfolgreich freisetzen.

Nach dem Haik näherte sich das Lager auch schon langsam seinem Ende. Nach einem entspannten Tag am Bach und auf dem Platz ging es anschließend an den Abbau und die Heimreise. Die Gruppe war während des Lagers gut zusammengewachsen und alle halfen mit, damit der Abbau schnell von der Hand ging. Etwas wehmütig wurde die Heimreise angetreten, während welcher bereits Ideen für kommende Lager gesponnen wurden.

Alles in allem ein sehr gelungenes Lager, und wir freuen uns auf noch viele Weitere!

Gut Pfad!