Von „Normanbrot“ bis Windmühlen jagen

Diesen Sommer stand bei uns wieder ein „großes“ Stammeslager an. Wieso „groß“? -  Zum einen, weil alle Altersstufen gemeinsam wegfahren und zum anderen, weil sie für zwei Wochen im Sommer (statt sonst nur für ein Wochenende) gemeinsam unterwegs sind.

Dieses Jahr waren das 45 Kinder und Leiter, die gemeinsam in die Niederlande, genauer nach Zeeland auf einen internationalen Zeltplatz gereist sind. „Der Zeltplatz war echt schön, so direkt am Wasser und mit verschiedenen Nationen und Leuten.

Allerdings war das Wetter nicht so toll, denn es hat am Anfang und am Ende sehr viel geregnet.“ berichten die Jugendlichen der Pfadi-Stufe auf die Frage hin „Was ist dir vom Sommerlager in Erinnerung geblieben?“.

Woran sich wohl alle Teilnehmer - auch die Kleinsten mit gerade mal 2 Jahren - erinnern ist das „Normanbrot“. Unser Koch Norman hat täglich auf offenem Feuer für alle Brot gebacken, welches immer ein Gaumenschmaus war - zumal es in den Niederlanden lediglich knautschiges Toastbrot zu kaufen gibt. Aber es blieb nicht nur bei Brot: „Ich hatte auf dem Lager Geburtstag - das war für mich etwas Besonderes. Dazu gab es morgens sogar im Feuer gebackene Torten.“

Aber auch an das Programm erinnern sich die Jugendlichen gerne zurück: „Ich fand die Workshops gut, weil man so praktische Dinge basteln konnte aus alten Gegenständen, die man sonst wegwerfen würde.“ oder: „Wir sind mit unserem Trupp Kanu gefahren, haben dabei abends am Strand im Sonnenuntergang gegessen und nachts auf einer kleinen Insel übernachtet. Am nächsten Morgen sind wir mit dem Kanu durch den Hafen der kleinen Stadt Veere gepaddelt. Das war schön und ich fand es auch toll nur mit dem Trupp unterwegs zu sein.“

In der Mitte des Lagers gab es dann einen gemeinsamen Ausflug. Alle 45 fuhren hintereinander auf geliehenen Holland-Rädern zum Meer. Trotz Regen auf der Hinfahrt war der Tag am Meer dann sehr schön. Er endete in der „Übergabe“, wobei die Kinder aus ihrer Altersstufe in eine neue Gruppe „hoch gegeben“ werden. „Die Übergabe am Strand war cool, wir mussten einen Schwimm-Ring aus dem Wasser holen und damit zu unserer neuen Gruppe schwimmen. Irgendwie war sie aber auch nicht so schön, weil sie ausnahmsweise nicht nachts war - im dunklen mit den vielen Lichtern ist das so eine besondere Atmosphäre.“

Am nächsten Morgen lag ein Brief in der Lagerpost, in dem Sancho Pansa die Pfadfinder um Hilfe bittet seinen Herrn Don Quichote auffindig zu machen, der losgezogen war um Windmühlen zu bekämpfen - das „Hajk“, welches ein mehrtägiges Geländespiel ist, begann. Die Gruppen zogen los, um die umliegenden Windmühlen nach Hinweisen und Wegpunkten zu untersuchen und fanden Don Quichote schließlich rücklings auf seinem Esel reitend und gegen die größte Windmühle kämpfend. Gemeinsam besiegten sie die Windmühle und konnten einen Schatz heben. „Das Hajk werde ich nicht so schnell vergessen, da wir an einem Morgen von der Polizei geweckt wurden. Es war sehr anstrengend so weit zu laufen, aber irgendwie auch schön und am Ziel gab es ein tolles Abzeichen für meine Kluft.“

Aber auch andere Dinge blieben in Erinnerung: „Ich habe mein Handy überhaupt nicht gebraucht und auch nicht vermisst. Das hat mich überrascht, weil ich das so nicht erwartet habe.“

Das Lager endete mit einem gemeinsamen bunten Abend bei netter und entspannter Atmosphäre - „das war ein schöner Abschluss des Lagers“.

Auch für uns Leiter und die anderen Kinder war es ein tolles, erlebnisreiches, spaßiges und gelungenes Lager und wir freuen uns schon auf das Nächste!

Betrifft folgende Gruppen: